{"id":38,"date":"2009-11-13T14:09:02","date_gmt":"2009-11-13T12:09:02","guid":{"rendered":"\/deutsch\/?p=38"},"modified":"2020-12-21T19:33:52","modified_gmt":"2020-12-21T17:33:52","slug":"werk-mitterberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bellumaquilarum.it\/deutsch\/?p=38","title":{"rendered":"Werk Mitterberg"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahre 1882 unterzeichneten das \u00d6sterreichisch-Ungarische Reich und das K\u00f6nigreich Italien den Dreibund, ein milit\u00e4risches Verteidungsb\u00fcndnis. Gleichzeitig begannen beide Staaten mit dem Bau von Milit\u00e4ranlagen zur Verteidigung der Landesgrenzen. An der gesamten s\u00fcdlichen Grenze des Reiches wurden auf den P\u00e4ssen und in den T\u00e4lern Festungen errichtet. Dasselbe war auf der italienischen Seite der Fall.<br \/>\nIn Sexten wurden zwei Festungen auf den beiden Seiten des Tales errichtet: am S\u00fcdhang die Festung Werk Mitterberg und am Nordhang die Festung Werk Haideck. Diese waren untereinander und mit den anderen Festungen entlang der Verteidigungslinie mittels Telefon- und Sichttelegraph verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" title=\"Mitterberg\" src=\"\/deutsch\/bilder\/Mitterberg1.jpg\" alt=\"\" width=\"159\" height=\"150\"><\/p>\n<p><!--more-->Im Falle eines Durchbruchs der Verteidigung am Kreuzberg h\u00e4tten die zwei Festungen das Vorr\u00fccken nach Sexten, sowie den Zugang zum Pustertal verhindert. Am Anfang des Konflikts wurde ein weitl\u00e4ufiger Stacheldrahtzaun errichtet, der das Tal zwischen den zwei Festungen teilte und als&nbsp;&#8222;Sperre Sexten&#8220; bezeichnet wurde.&nbsp;Durch die rasche technologische Entwicklung der Artillerie war dieser ein leicht \u00fcberwindbares Hindernis und somit wenig wirksam.<br \/>\nDie Festung Werk Haideck wurde zerst\u00f6rt, w\u00e4hrend sich die Festungsanlage Werk Mitterberg in einem sehr guten Zustand befindet und ein gro\u00dfartiges Beispiel f\u00fcr die Befestigungsanlagen des 19. Jahrhunderts darstellt. Das riesige Werk hat drei Stockwerke mit Panzerung in Granit, Artilleriestellungen und einen Verteidigungswall. Nach dem Krieg ging das Geb\u00e4ude in milit\u00e4rischen Besitz \u00fcber und wurde von den Truppe Alpine als strategischer St\u00fctzpunkt und als Lager benutzt.<br \/>\nDer Ausblick von der Festung \u00fcber das Tal, das Dorf Moos und die Rotwand ist herrlich. Die faszinierende Geschichte, die imposante Architektur und die breiten R\u00e4ume bieten viele M\u00f6glichkeiten zur geschichtlichen und kulturellen Nutzung, zur Erz\u00e4hlung der Geschichte des Werks aber auch der Geschichte Sextens und des Hochpustertales.<br \/>\nEin Bau solcher Gr\u00f6\u00dfe und von solch historischem, architektonischem und kulturellem Wert ist eine wichtige Bereicherung f\u00fcr die Geschichte des 1. Weltkrieges.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"\/deutsch\/bilder\/Mitterberg4.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"150\"><\/p>\n<p>Eigent\u00fcmer des Werks Mitterberg ist die Autonome Provinz Bozen. Die Gemeindeverwaltung von Sexten hat ihr Interesse f\u00fcr das Werk Mitterberg bereits bekundet. Es haben bereits erste Gespr\u00e4che zur \u00dcbernahme der Festung als kulturelles und historisches Kulturgut des Dorfes stattgefunden. Erste Aufr\u00e4umungsarbeiten, sowie funktionelle, strukturelle und architektonische Analysen der Festung sind durchgef\u00fchrt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre 1882 unterzeichneten das \u00d6sterreichisch-Ungarische Reich und das K\u00f6nigreich Italien den Dreibund, ein milit\u00e4risches Verteidungsb\u00fcndnis. Gleichzeitig begannen beide Staaten mit dem Bau von Milit\u00e4ranlagen zur Verteidigung der Landesgrenzen. An der gesamten s\u00fcdlichen Grenze des Reiches wurden auf den P\u00e4ssen und in den T\u00e4lern Festungen errichtet. Dasselbe war auf der italienischen Seite der Fall. 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