Ausstellung

Unvergessen.
Der Erste Weltkrieg in den Sextener Dolomiten 1915‑1918

Die Sextener Dolomiten, als Teilabschnitt der Südwestfront, waren während des Ersten Weltkrieges Schauplatz heftiger militärischer Auseinandersetzungen. In Höhen von über 2900 Meter versuchten Österreicher wie Italiener unter widrigsten Bedingungen ihre Stellungen zu verteidigen, auszubauen und neuen Raum zu erkämpfen. Dieser Krieg hinterließ seine Spuren nicht nur in felsigen Höhen. Er zog die Zivilbevölkerung in den Tälern in ebenso große Mitleidenschaft.

Der Besucher begibt sich auf eine Zeitreise, die ihn, nach einer kurzen Einführung, direkt auf den Weg zur Anderter Alpe und in das Kriegsjahr 1915 führt. Erzählt wird von der Bedeutung der Anderter Alpe, die den österreichisch-ungarischen Soldaten als Basislager diente, am Weg hinauf zu den Höhenstellungen und Feldwachen auf Rotwand und Elferkofel. Die logistischen Herausforderungen und die ab 1916 einsetzende rege Bautätigkeit im hochalpinen Gelände, bilden einen Schwerpunkt in der Ausstellung.

Unzählige Männer, eigene Soldaten wie russische Kriegsgefangene, die man als Träger einsetzte, waren an der Errichtung der Baracken, Geschützstellungen, Seilbahnstationen, Laufgräben, Kavernen beteiligt. In Anbetracht der wechselnden Jahreszeiten, vor allem der harten Wintermonate, im schneereichen und Lawinengefährlichem Terrain ein schwieriges, mit Rückschlägen verbundenes Unterfangen.

In der Ausstellung erhält der Besucher einen Einblick in den soldatischen Alltag an der Gebirgsfront und erfährt von den Kämpfen, die sich um den Sentinellapaß, die Rotwand oder den Elfer zugetragen haben. Aber nicht nur von den Soldaten ist die Rede. Die Zivilbevölkerung des Hochpustertales litt ebenso sehr unter den Auswirkungen des Krieges. Auch ihre Geschichte wird erzählt.

Die Kriegsgefangenen der Donaumonarchie im Ersten Weltkrieg werden erstmals näher beleuchtet. Ihr Weg lässt sich von der Dolomitenfront zurück in das Hinterland der Monarchie, in die großen Kriegsgefangenenlager in den Kronländern Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich verfolgen und erzählt von ihren Bedingungen an der Front und den Lebensumständen in den Barackenstädten.

Die Ausstellung kann bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Öffnungszeiten Winter 2016/17

Vom 20.12.16 – 15.04.2017

Dienstag, Donnerstag und Samstag von 16,00 – 18,00 Uhr

Weiters ist die Ausstellung am Samstag, 10.12.2016 von 16,00 – 18,00 Uhr geöffnet.

Am 24.12.16 und 31.12.16 bleibt die Ausstellung geschlossen.

Eintritt frei!!

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